„Casa de los Tres Mundos“

Das Projekt „Casa de los Tres Mundos“ ist das Projekt, das Grupo Sal am längsten und am intensivsten unterstützt – sowohl durch gesammelte Spenden als auch durch enge Zusammenarbeit mit „Pan y Arte“. Roberto Deimel, einer der Mitgründer von Grupo Sal, ist seit Anfang an Vorstandsmitglied von „Pan y Arte“.

Gemeinsam mit seinem Freund Ernesto Cardenal gründete der österreichische Schauspieler und Autor Dietmar Schönherr 1987 die Stiftung „Fundación Casa de los Tres Mundos”. Ihr Ziel war es ein geistig-kulturelles Zentrum zu schaffen, um den nationalen und internationalen Austausch von Kunst, Künstler:innen und Kulturschaffenden zu fördern, die kreativen Kräfte der heimischen Bevölkerung zu wecken, verschüttetes kulturelles Erbe wieder zu entdecken und bei der Identitätssuche der jungen Nation Unterstützung zu bieten.

Dietmar Schönherr und Ernesto Cardenal erwarben den ehemaligen Adelssitz von den Erben Julio Cardenals, welcher nach aufwändigen Renovierungsarbeiten im Jahr 1992 endlich als internationales Kulturzentrum eröffnet werden konnte.

Ein zentrales Anliegen von Dietmar Schönherr war die Arbeit mit benachteiligten Kindern. Musikschule, Malschule und Kurse für arbeitende Straßenkinder erreichen jedes Jahr mehrere hundert Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten. Mit zahlreichen Kursen zur Weiterbildung wendet sich die „Casa“ als musikalische und künstlerische Bildungsstätte auch an die Lehrer:innen des Landes.

Um den Kulturprojekten eine solide Basis zu geben, wurde der Verein „Pan y Arte“ gegründet. Seither werden Jahr für Jahr Spenden gesammelt, um eine nachhaltige Projektarbeit in Nicaragua sicher zu stellen.

In der „Casa“ ist die tägliche Betreuung für die meisten Kinder und Jugendlichen das einzige Freizeitangebot neben der Schule oder ihrer Arbeit. Doch nicht nur für die junge Bevölkerung Granadas ist das politisch neutrale und überkonfessionell arbeitende Kulturzentrum ein Anlaufpunkt. Konzerte, Ausstellungen, große zentralamerikanische Festivals (Kammermusikfestivals, Filmfestival, Zentralamerikanische Buchmesse), Kinovorführungen, Lesungen und andere Feierlichkeiten bilden einen bunten Strauß an Veranstaltungen. Es zieht die Bewohner:innen Granadas, Kulturschaffende und Besucher:innen aus aller Welt an. Für viele Menschen ist die „Casa“ längst zu einem zweiten Zuhause geworden. Somit treibt die „Casa de los Tres Mundos“ die kulturelle Integration des zentralamerikanischen Raums voran.

Seit 2003 gehen die Lehrer:innen der „Casa“ direkt in die ärmeren und weiter entfernten Stadtviertel und geben dort im Gemeindezentrum oder in der Schule Musik-, Kunst- oder Theaterkurse. Kultur darf kein Luxus sein! Damit Kinder ihre Zukunft gestalten können, brauchen sie Kreativität, Bildung und Zuwendung. Genau hier setzt die Arbeit der „Casa“ an.

www.panyarte.de/de/projekte/casa-de-los-tres-mundos.html

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