Enrique Viale ist ein argentinischer Rechtsanwalt, Experte für Umweltpolitik und -recht sowie eine der prägenden Stimmen für Umweltgerechtigkeit in Lateinamerika. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universidad de Buenos Aires und spezialisierte sich anschließend auf Umweltrecht. 2004 gründete er die Asociación Argentina de Abogados Ambientalistas (AAdeAA), deren Präsident er bis heute ist.
Viale arbeitet als Prozessanwalt in bedeutenden Umwelt- und Klimaverfahren und vertritt Bürgerinitiativen in Konflikten gegen Großkonzerne aus Bergbau, Agrarindustrie und Immobiliensektor. Er war unter anderem an zentralen Verfahren wie der Sanierung des Matanza-Riachuelo beteiligt und engagiert sich aktiv gegen Umweltzerstörung durch Megaprojekte und Fracking.
Er ist Mitglied des Internationalen Tribunals für die Rechte der Natur sowie des Exekutivkomitees der Global Alliance for the Rights of Nature und Mitbegründer des „Pacto Ecosocial del Sur“. Inhaltlich setzt er sich kritisch mit wachstumsorientierten Entwicklungsmodellen auseinander und prägte den Begriff des „urbanen Extraktivismus“.
Neben seiner juristischen Arbeit ist Viale Autor zahlreicher Bücher und Fachartikel zu Umwelt, Entwicklung und Politik, als Kommentator in Medien präsent und regelmäßig als Referent auf internationalen Konferenzen aktiv.