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Konzert für Amazonien
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Wasser ist Leben
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  Siegfried Pater
  Projekt: Brasilien
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Konzertlesung mit GRUPO SAL UND SIEGFRIED PATER

Der Mensch und seine Beziehung zum Wasser ist das Thema dieser Konzertlesung von GRUPO SAL und SIEGFRIED PATER. In Form einer Collage von perlenden Klangbildern und fließenden Texten wird die Bedeutung des lebensspendenden Elements engagiert und informativ vermittelt.

Eigene Kompositionen sowie Lieder bekannter lateinamerikanischer Komponisten wie Rubén Blades (Panama), Patricio Manns (Chile) und Juan Luís Guerra (Dom. Rep.) variieren das rauschende Motiv in immer neuen Wellen: sie erzählen vom Fluß als Bild des Lebens und von der Grenzenlosigkeit der Meere. Eingebettet in den Strom der Musik rezitiert SIEGFRIED PATER Texte lateinamerikanischer Autoren wie Galeano und Neruda. Die Bedeutung des „Lebenselixiers“ für den Menschen schildern auch Texte von St. Exupéry und Lao-Tse. Darüberhinaus läßt SIEGFRIED PATER sein ökologisches und ökonomisches Fachwissen einfließen. „Wasser ist Leben“ bietet so einen musikalisch-poetischen Beitrag zu diesem brisanten Thema.

Verdeutlicht wird die ökologische Problematik am Beispiel Brasilien: am Sobradinho-Staudamm, einem gigantischen Bewässerungsprojekt im Nordosten Brasiliens, soll nach den Vorstellungen von Agrarökonomen ein „Neues Kalifornien“ entstehen. Dieses Projekt zwang bereits zehntausende von Kleinbauern zur Umsiedelung an Orte ohne Zugang zu frischem Trinkwasser. Neue - bewässerte - Agrarflächen werden hingegen ausschließlich für die exportorientierte Gemüseproduktion geschaffen. Gegen diese Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen wehrt sich ein breites Bündnis von sozialen, kirchlichen und Umweltgruppen, deren leitende Figur BISCHOF DOM JOSÉ RODRIGUES ist. SIEGFRIED PATER berichtet sowohl über den Widerstand der Kleinbauern, wie auch von der Arbeit der „Commissão Pastoral da Terra“ (CPT), die mit dem Bau von Regenwasserzisternen versucht, den Zwangsumgesiedelten eine ausreichende Wasserversorgung zu sichern.

Wir möchten dieser Bewegung mit unserer Veranstaltung eine Öffentlichkeit bieten und um finanzielle Unterstützung ihrer Projekte werben. Da die Industriestaaten für die ökologischen und ökonomischen Probleme in Brasilien mitverantwortlich sind, kann eine Lösung auch nur in globalen Zusammmenhängen erfolgen.