
Sin Fronteras - Grenzenlos
Konzertprogramm
Das neue Programm von Grupo Sal widmet sich
auf einmalige Weise im deutschsprachigen Raum der Vielschichtigkeit
der lateinamerikanischen Musik. Die unterschiedliche Herkunft
der Musiker ist zugleich Merkmal und schöpferische Kraft
der Gruppe: mit zeitgenössischen Stilmitteln wird die
melodische Struktur indianischer Lieder wiedergegeben in der
Harmonik europäischer Instrumente und kontrapunktiert
mit afrikanischen Rhythmen - ob Merengue oder Samba, Candombe
oder Milonga: mal tritt der eine, mal der andere Aspekt in
den Vordergrund. Darüberhinaus werden Entwicklungen wie
„Flamenco-Rock“ oder „Mestizo“ aufgegriffen,
die Ausdruck der multikulturellen Szene moderner Metropolen
sind.
Vor 25 Jahren traf sich Fernando Dias Costas
Liebe zu stimmungsvollen Balladen mit Roberto Deimels Begeisterung
für das „Neue politische Lied“ Lateinamerikas.
Gemeinsam entwickelten sie das Profil der Gruppe, das im vergangenen
Jahrzehnt entscheidend von den Instrumentalisten Roland Geiger
(Flöte), Harald Schneider (Saxophon) und Kurt Holzkämper
(Bass) mitgeprägt wurde, indem sie improvisatorische
Elemente des Jazz beitrugen. Roland Geigers exponierte Virtuosität
findet in Harald Schneiders „coolem“, aber nicht
minder versierten Vortrag eine kongeniale Ergänzung.
Ein federndes und swingendes Fundament für alle Musiker
legt Kurt Holzkämper am Kontrabass.
Mit dem Argentinier Aníbal Civilotti
ist ein Gitarrist und Tango-Interpret in die Band gekommen.
Mit seiner langjährigen Erfahrung als Percussionist in
unterschiedlichsten Salsa-Formationen trägt Aníbal
Civilotti auch zu den afro-karibischen Liedern ein vitalisierendes
Element bei. Zusammen mit dem strahlend expressiven Bariton
von Fernando Dias Costa und dem mal erdigen, mal rezitativen
Vortrag von Roberto Deimel machen die drei Stimmen den unverkennbaren
Vokalpart von Grupo Sal aus.
Grupo Sal überschreitet mit dieser musikalischen
Vielfalt die Grenzen der einzelnen Stile und präsentiert
einen zeitgenössischen, urbanen Sound, der seine musikalischen
Wurzeln offenlegt. Mit ausgesprochener Experimentierfreudigkeit
geben sie den weiten Horizont lateinamerikanischer Musik als
bereichernde Erfahrung an ihr Publikum weiter.
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