"Cantamos
para vivir"
Regenwald
zwischen
Bewahrung und Zerstörung
eine Konzert-Collage von und mit
Grupo Sal, Abadio Green und Thomas Brose

Die Zerstörung des Regenwaldes hat bereits vor Jahrhunderten
begon-nen. Inzwischen ist daraus system-atischer Kahlschlag
geworden, der sowohl für die im Regenwald lebenden Völker
als auch für die ganze Welt katastrophale Folgen hat.
Wir wissen davon und dennoch bleibt die Frage offen, ob die
Welt in dieser für die gesamte Menschheit wichtigen Angelegenheit
noch um-steuern kann. Hilfreich - und nötig - ist es,
voneinander zu lernen. Wir müssen bei den Lösungen
für unsere „modernen“ Krisen die Jahr-tausende
alten Anpassungsstra-tegien der Indigenen Amazoniens mit einbeziehen.
Schließlich sind sie Experten in Nachhaltigkeit.
Grupo Sal thematisiert seit
fast 30 Jahren brisante entwicklungs- und umweltpolitische
Themen in ihren musikalisch-künstlerischen Programmen
und stellt diesmal die kulturellen Aspekte beim Schutz des
Regenwaldes in den Mittelpunkt ihrer Tournee:
„Cantamos para vivir“
– wir singen um zu leben: Das Motto stammt
aus der Tradition der Tule (oder Kuna), einem indigenen Volk
aus dem Regenwald Panamas und Kolumbiens. Seit Jahrzehnten
kämpfen sie um Autonomie und den Schutz ihres Lebensraumes.
„Cantamos para vivir“
ist eine Collage aus Musik und persönlichen
Zeugnissen, aus Bild-Performance, Reflexionen und Analysen.
Sie soll die theoretische und politische Debatte um den Regenwald
durch sinnlich-künstlerische Elemente bereichern und
vertiefen.
Abadio Green, einer der
führenden Vertreter der Tule und der Nationalen Organisation
der Indigenen Kolumbiens (ONIC) trifft bei dieser „Begegnung
der Kulturen“ Thomas Brose, Geschäftsführer
des Klima-Bündnis und verantwortlich für die Kooperation
mit den indigenen Völker Amazoniens. Green und Brose
sind hervorragende Vermittler zwischen den Welten. Beide verfügen
über große Erfahrung mit der Realpolitik - auch
auf internationalem Parkett - haben sich aber die Fähigkeit
erhalten, Visionen zu formulieren und zukunftsfähige
Initiativen ins Leben zu rufen.
Die Musik von Grupo Sal ist leidenschaftlich
und facettenreich, sie ist inzwischen zu einer wichtigen Stimme
im vielschichtigen Dialog zwischen den Welten geworden. Die
Lieder beziehen sich auf die Themen des Abends und versetzen
die Zuhörer in fremde Welten. Die Musik greift die Stimmungen
auf, verdichtet Atmosphären, schafft Brüche, bietet
neue Perspektiven und öffnet die Herzen.
Mit Lichtprojektionen, die vor Ort entstehen,
schafft der Zeichner Mehrdad Zaeri ein visuelles
Pendant zu Musik und Texten.
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