Schönherr und Cardenal retteten einen verfallenen Kolonialbau
im Herzen von Granada und restaurierten ihn im Laufe eines
Jahrzehnts. Durch das mächtige steinerne Tor der Casa
de los Tres Mundos betritt man heute eine blühende Oase.
Das säulengestützte Haupthaus umgibt den ersten
Innenhof, der auch als Open-Air-Bühne fungiert. Für
Künstler und Gastdozenten gibt es im Obergeschoß
fünf einfache, aber großzügige Wohnräume,
von deren Balkon man auf den zentralen Platz der Stadt und
den Vulkan Mombacho blickt. Durch einen Säulengang -
fast immer befindet sich hier eine Ausstellung - gelangt man
in den tropisch bepflanzten zweiten Innenhof, der von einem
alten Mangobaum überspannt wird. An der Bibliothek vorbei
erreicht man das Auditorium mit 300 Plätzen, an das sich
ein dritter Innenhof mit Atelier, Werkstätten und klimatisiertem
Seminarraum anschließt.
Aber das historische Gebäude ist mehr als eine wunderschöne
Hülle: Die Casa ist ein Podium für Kulturveranstaltungen
jeder Art. Als aktives Kultur- und Bürgerzentrum hat
die Casa in einer konfliktbeladenen Zeit dazu beigetragen,
Spannungen landesweit abzubauen und eine Kultur des Friedens
zu propagieren.
Ein zentrales Anliegen
von Dietmar Schönherr ist die Arbeit mit benachteiligten
Kindern. Musikschule, Malschule und Kurse für arbeitende
Straßenkinder erreichen jedes Jahr mehrere hundert Kinder
und Jugendliche aus allen sozialen Schich-ten. Mit zahl-reichen
Kursen zur
Weiterbildung wendet sich die Casa als musikali-sche und künstlerische
Bildungs-stätte auch an die Lehrer des Landes.
Die CASA DE LOS TRES MUNDOS steht aber auch
anderen Gästen offen! Vom länderübergreifenden
Kursangebot bis zu großen zentralamerikanischen Festivals
(Kammermusikfestivals, Filmfestival, Zentralamerikanische
Buchmesse) spannt sich ein Bogen bedeutender Veranstaltungen,
die die kulturelle Integration des zentral-amerikanischen
Raums vorantreiben.
Kinder des Vulkans
Die
Folgen des Hurrikan Mitch im Oktober 1998 waren auch für
Nicaragua verheerend: In einem überschwemmten Gebiet
nahe Granada, zwischen den Flüssen Malacatoya und Tipitapa,
wurden über 10.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten
und mußten sich auf Bäume und Dächer retten.
An der höchsten und damit sichersten Stelle zwischen
den beiden Flüssen entsteht auf Initiative von Dietmar
Schönherr und Casa de los Tres Mundos ein neues Dorf
für 1300 Menschen, davon fast 1000 Kindern. Die Familien
bauen ihre Häuser unter fachlicher Anleitung selbst.
Neben anfänglich 125 Wohnhäusern entsteht ein Gesundheitszentrum
für die gesamte Region mit mehr als 30.000 Menschen.
Hinzu kommen Schule, Kindergarten, Gemeindezentrum, Jugendzentrum,
ein Haus für Frauen und eine Notfallzentrale. Ein Dorf,
das sicher vor Hochwasser ist und den Bewohnern eine neue
Lebensperspektive schafft.
Unterstützen Sie die Arbeit von
Dietmar Schönherr in Nicaragua!
Weitere Informationen bei Pan y Arte e.V.
www.panyarte.org
Spendenkonto 36 36 - Bank für Sozialwirtschaft Köln
- BLZ 370 205 00